Ulrich Tukur: Die Spieluhr : Das Bild zeigt, was es nicht zeigt

Rollenprosa: Der Schauspieler Ulrich Tukur spinnt seine Filmrolle aus „Séraphine“ in einer Novelle mit phantastischen Zügen weiter, wie sie einem nicht alle Tage begegnet.
Der mehrfach ausgezeichnete Film „Séraphine“ von Martin Provost aus dem Jahre 2008 erzählt ein historisch verbürgtes Wunder der Kunst: 1912 zieht sich der vornehme deutsche Kunstsammler Wilhelm Uhde in einen kleinen Ort der französischen Picardie zurück, wo schon die Impressionisten der Natur verfielen. Dort entdeckt er durch Zufall in seiner Putzfrau Séraphine Louis eine begabte Malerin, die aus Blut, Öl und Kräutern Farben zusammenbraut und damit überwältigend leuchtende Blumen, Bäume und Früchte auf Holztafeln zaubert.





