Mädchenschulen : Besser lernen ohne Jungs

Sie gelten als altmodisch und exotisch. Zu Unrecht, klagen Schülerinnen, die sie besuchen. Ein anderes Klischee über Mädchenschulen stimmt allerdings - es hat mit Naturwissenschaften zu tun.
Von rund 38.000 allgemeinbildenden Schulen in Deutschland sind nur 163 reine Mädchenschulen. Meist befinden sie sich in kirchlicher, vor allem katholischer Trägerschaft. In Bayern, Westfalen, im Rheinland und in Baden-Württemberg können Eltern ihre Töchter vielfach noch monoedukativ, also gleichgeschlechtlich, beschulen lassen. Bayern liegt anteilsmäßig vorn: Jede zweite Mädchenschule liegt im Freistaat. Der Norden und Osten Deutschlands sind dagegen weitgehend mädchenschulfrei. „Hier in Bayern ist es noch ganz normal, auf eine Mädchenschule zu gehen“, berichtet die Augsburger Jugendforscherin Leonie Herwartz-Emden.





