RNA-Therapien im Test :
Pionierin denkt über die Corona-Impfung hinaus

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Ugur Sahin und Özlem Türeci, Gründerpaar des Biotechnologieunternehmens Biontech, und Biontech-Mitarbeiterin Katalin Karikó (von links nach rechts) stehen in der Frankfurter Paulskirche nach der Verleihung des Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2022 neben einer Büste Paul Ehrlichs.
Ugur Sahin und Özlem Türeci, Gründerpaar des Biotechnologieunternehmens Biontech, und Biontech-Mitarbeiterin Katalin Karikó (von links nach rechts) stehen in der Frankfurter Paulskirche nach der Verleihung des Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2022 neben einer Büste Paul Ehrlichs.dpa

Die Pandemie hat der Entwicklung von Impfstoffen auf Basis der RNA-Technik einen kräftigen Schub verliehen. Ihre Miterfinderin erwartet schon bald weitere medizinische Fortschritte.

Durch die Coronapandemie haben Arzneimittel, die auf der Ribonukleinsäure (RNA) basie­ren, an Bedeutung gewonnen. Insbesondere die Boten-RNA („messenger RNA“) steht dabei im Blickpunkt, da sie die Basis für die am meisten verwendeten COVID-19-Impfstoffe bildet. Doch nicht nur für Schutzimpfungen sei die RNA-Technik geeignet. Nach Meinung von Katalin Karikó von der University of Pensylvania, eine der entscheidenden Wegbereiterinnen der RNA-Impfstoffe und externe Beraterin der Mainzer Firma Biontech, könnte das Verfahren möglicherweise bald gegen etliche weitere Krankheiten eingesetzt werden. RNA-Impfstoffe etwa gegen HIV, das Herpes-simplex-Virus (HSV), aber auch gegen Grippe seien in der Entwicklung und würden bereits in klinischen Studien überprüft, sagte Karikó dem „Deutschen Ärzteblatt“.

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