RNA-Therapien im Test : Pionierin denkt über die Corona-Impfung hinaus

Die Pandemie hat der Entwicklung von Impfstoffen auf Basis der RNA-Technik einen kräftigen Schub verliehen. Ihre Miterfinderin erwartet schon bald weitere medizinische Fortschritte.
Durch die Coronapandemie haben Arzneimittel, die auf der Ribonukleinsäure (RNA) basieren, an Bedeutung gewonnen. Insbesondere die Boten-RNA („messenger RNA“) steht dabei im Blickpunkt, da sie die Basis für die am meisten verwendeten COVID-19-Impfstoffe bildet. Doch nicht nur für Schutzimpfungen sei die RNA-Technik geeignet. Nach Meinung von Katalin Karikó von der University of Pensylvania, eine der entscheidenden Wegbereiterinnen der RNA-Impfstoffe und externe Beraterin der Mainzer Firma Biontech, könnte das Verfahren möglicherweise bald gegen etliche weitere Krankheiten eingesetzt werden. RNA-Impfstoffe etwa gegen HIV, das Herpes-simplex-Virus (HSV), aber auch gegen Grippe seien in der Entwicklung und würden bereits in klinischen Studien überprüft, sagte Karikó dem „Deutschen Ärzteblatt“.





