Feinstaub und Covid-19 : Verschärft schmutzige Luft das Pandemie-Desaster?

Ein Gerücht verdichtet sich zum Verdacht, je weiter das Coronavirus seine Kreise zieht. In vielen Pandemie-Hotspots mit hohen Feinstaubwerten ist die Covid-19-Sterblichkeit höher. An einen Zufall wollen einige Forscher nicht mehr glauben.
Der Anfangsverdacht kursiert schon einige Zeit, und anfangs roch es noch nach grüner Verschwörung. Doch das Gerücht hat mittlerweile plausible Züge angenommen. In zwei seit langem mit Luftschadstoffen erheblich belasteten Gegenden, so geht die Geschichte, nämlich in der chinesischen Provinz Hubei und dem norditalienischen „Industrie-Dreieck“ zwischen Bergamo, Lodi und Cremona, forderte das neue Coronavirus zu Beginn der Pandemie die mit Abstand meisten Todesopfer. Also, so die These, könnte doch auch die Vorschädigung der Lungen durch Feinstaub und Abgase die Tödlichkeit des Virus verstärken. Einiges sprach dafür. Nicht nur hatte man vage Hinweise schon während der ersten Sars-Epidemie vor siebzehn Jahren gefunden, auch die Beobachtung, dass langjährige Raucher stärker unter den Coronavirus-Opfern vertreten waren, machte viele stutzig.





