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Zukunft der Logistik : DB Schenker erwartet radikalen Umbruch

Schwerlast voraus: Mit dem größten Frachtflugzeug der Welt, einem Binnenschiff und einem Schwergut-Lkw bringt DB Schenker Logistics einen 141 Tonnen schweren Abhitzekessel von Berlin nach Kanada. Bild: obs

Lasterfahrer und Lagerarbeiter prägen seit Jahrzehnten das Bild der Logistik- und Speditionsbranche. Doch die befindet sich im Wandel: In fünf bis zehn Jahren könnten Datenanalysten wichtiger sein.

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          Die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, DB Schenker, kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. Der Speditions- und Logistikdienstleister feiert in drei Jahren seinen 150. Geburtstag. 1872 gründete Gottfried Schenker das Unternehmen in Wien. Seitdem unterstützt es „Industrie und Handel beim globalen Güteraustausch“, wie es in der Eigenwerbung heißt. In eineinhalb Jahrhunderten hat sich viel getan – doch binnen eines Jahrzehnts wird sich noch viel mehr tun, glaubt Personalchef Thomas Schulz: „In den kommenden zehn Jahren wird sich die Logistikbranche stärker verändern als in den 150 Jahren zuvor“, sagte er in einem Gespräch mit der F.A.Z.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Wie überall in der Wirtschaft ist es die Digitalisierung, die Manager zu solchen Prognosen bewegt. Auch die Logistik, bislang eine sehr traditionell geprägte Domäne, bleibt von diesem technologischen Umbruch nicht ausgespart. Für die Mitarbeiter bedeutet das: Ihr Berufsfeld steckt im Wandel. Heute sind fast die Hälfte der rund 76.000 Schenker-Beschäftigten – exakt 45 Prozent – sogenannte gewerbliche Mitarbeiter: Sie bewegen Laster und arbeiten in Lagerhäusern. Der Anteil dieser klassischen Beschäftigtengruppe dürfte schon bald deutlich sinken, sagt Personalfachmann Schulz voraus. Und ihre Arbeit dürfte sich deutlich verändern.

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