Die Frage der Nachfolge : Was wird aus Armani ohne Armani?

Giorgio Armani war Modeschöpfer, Unternehmenslenker und Kontrollfreak. Nun soll eine Stiftung die Verantwortung über sein Imperium übernehmen. Doch viele Fragen zum Milliardenerbe bleiben offen.
Mit Giorgio Armani verlässt ein ebenso genialer Modeschöpfer wie rastloser Unternehmer die Bühne der Welt. Der „unangefochtene König der Mode“, wie ihn die italienische Presse schon länger nennt, ist im Alter von 91 Jahren gestorben, wie sein Unternehmen am Donnerstag bekannt gab. Als Bühne hat er die Welt immer begriffen – und er wollte diese Welt, seine Welt, immer nach eigenem Gutdünken gestalten. Deshalb schuftete Armani bis zuletzt, deshalb blieb er auch bis zuletzt mit seinem Unternehmen unabhängig – trotz aller Avancen von viel größeren Modekonzernen und Finanzhaien. Wenn er nach den Schauen noch auf die Laufstege trat, zuletzt gestützt von Helfern, sprühte aus seinem spitzbübischen Lächeln die Botschaft: „Seht her, ich bin immer noch da und dabei mein eigener Herr geblieben.“


