Kleine Wohnung : Enges Leben
Mancher zieht wegen steigender Immobilienpreise ins Umland, andere verkleinern ihren Wohnraum. In den Zentren wird sich das kaum ändern.
Die Kluft zwischen Stadt und Land zeichnet sich deutlich bei den Immobilienpreisen und der Wohnungsgröße ab. Während die einen Platz und Bauland finden, verdichtet sich das Beisammensein in der Großstadt. Allerdings dürfte kaum einer gezwungen sein, länger an einem ruhigen oder belebten Ort zu wohnen, wenn es ihm nicht beliebt. Als Ausweg ziehen manche Familien ins Umland, andere leben in kleineren Wohnungen im Vergleich zu ländlichen Möglichkeiten. Aber es stimmt, dass der Wohnraum in den Zentren knapp wird und mehr gebaut werden sollte. Der Staat kann das mehr als bisher erleichtern und Baugebiete ausweisen, Verfahren beschleunigen oder Vorschriften verringern. Tatsächlich dürfte auch der Umzug ins Umland oder weiter in den ländlichen Raum die städtische Wohnlage entlasten. Der Einsatz im Homeoffice kann den Abstand zum Arbeitsort und damit das Landleben vorantreiben. Dort draußen finden sich der Platz, die Ruhe und die Wohnungspreise, von denen Städter nur träumen können. Schnell wird das kaum gehen. Ein Wohnungsüberschuss in den beliebten Vierteln ist nicht in Sicht. Neuankömmlinge werden daher rasch spüren, was die Großstadt neben Geschäften, Gaststätten und Galerien auch ausmacht – das teure und enge Leben.
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