Hitze in der Stadt : Abkühlung gesucht
Zu viele Plätze in kleinen und größeren Städten sind für die heiße Zeit kaum gerüstet. In den Ortszentren braucht es mehr Natur.
Als heißestes Thema des Sommers taugt die Hitze kaum noch. Dafür setzen multiple Krisen, Konflikte und Kriege der Welt zu sehr zu. Wer aber in diesen sommerlichen Tagen und Wochen durch manche Fußgängerzone geht, merkt gerade mittags und nachmittags die Temperaturen und geht womöglich lieber auf der Schattenseite weiter. Zu viele Plätze in kleineren und größeren Städten wirken kaum gerüstet für die heiße Zeit. Weit versiegelte Flächen mit Asphalt, Beton und Pflastersteinen heizen die innerstädtischen Temperaturen zusätzlich auf. Vor dem Rheingauer Dom im hessischen Geisenheim sähe es nicht viel anders aus – wenn dort seit Kurzem nicht ein begehbarer Holzraum stehen würde. Denn diese Klimakiste soll wie das Pendant in Hameln zeigen, welchen Unterschied eine naturnahe Stadtplanung machen kann. Hinein in das Zimmerchen ohne Dach: Oben senkt sich Sprühnebel herab, unten wachsen Pflanzen und Blumen, schon ist es drinnen kühler als außerhalb der Holzwände. Warum das so ist und wie Verdunstung und Pflanzen für Abkühlung sorgen, erklären Infotafeln davor. Wenn die Stadtplanung das berücksichtigt, braucht es in den Ortszentren mehr Pflanzen, Bäume und Gewässer. Einige Quartiere beachten das schon. Für den Großteil der Innenstädte, die durch den Niedergang mancher Ladengeschäfte ohnehin unter Druck stehen, bedeutet das jedoch noch mehr Wandel. Auf der anderen Seite steckt darin die Chance, den Aufenthalt auch an zunehmend heißen Tagen anzuregen.
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