FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Günstiger bauen :
In Vorarbeit gehen

Jan Hauser
Ein Kommentar von
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Die Baupreise für Wohnungen steigen weiter. Die Bauwirtschaft sollte sich mehr einfallen lassen. Die modulare Bauweise ist ein Anfang.

Wohnraum ist in den Städten in Deutschland nach wie vor gefragt. Wer sich in den Lieblingsvierteln auf die Pirsch begibt, hält Mangelware noch für eine Beschönigung der eigenen Suche. Doch die Bauaktivitäten nehmen keineswegs entsprechend zu. Im Gegenteil: Die Zahl der Baugenehmigungen sinkt hierzulande deutlich. Das hat neben höheren Finanzierungskosten durch den Zinsanstieg noch einen anderen Grund: Die Baukosten steigen immer mehr, was nicht nur an mehr staatlichen Vorgaben liegt. Eine Immobilie hat ihren Preis, auch wenn die Kaufpreise in den vergangenen zwei Jahren gesunken sind. In der Zeit von 2010 bis 2022 haben sich die Baupreise für Wohngebäude um 64 Prozent erhöht, während die Inflation um 25 Prozent zulegte. Auch im Mai dieses Jahres hatten sich die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland weiter um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht. Fällt denn der Bauwirtschaft kaum oder nicht genug ein, um günstiger zu bauen? Zumindest mit der modularen, seriellen Bauweise geht es voran: Dafür werden einzelne Teile wie Wände oder ganze Zimmer schon in der Fabrik möglichst in höheren Stückzahlen montiert, um auf der Baustelle Zeit und Material zu sparen. Was woanders weiter verbreitet ist, findet auch hierzulande einige Vorarbeiter. Das reicht vom Wohnungsbau bis hin zu Hochhäusern. Aber die Vorarbeit in Serie sollte nicht nur den einzelnen Bau beschleunigen, sondern die Abläufe der Branche. Auch Innovationen bleiben gefragt.

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