850 Jahre ein Turm in Pisa : Zum Glück schiefgegangen

Vor 850 Jahren entstand in Pisa ein Turm. Der neigte sich mit der Zeit. 11 Jahre lang wurde er saniert, unter ihm der Boden herausgekratzt. Dadurch stellte er sich etwas gerader. Aber eigentlich bleibt er, was er ist: Schief und weltberühmt.
Der Turm steht schief. Und er wird weiter schief stehen. Auf keinen Fall darf man sich verwirren lassen von den pünktlich zum Jubiläum des Baubeginns im August vor 850 Jahren auftauchenden Schlagzeilen. Ganz nach der Lesart: Er richtet sich auf. Der Turm tut es tatsächlich. Aber eben jedes Jahr nur einige Millimeter. Den großen Sprung zu mehr Vertikalität schaffte er während der elfjährigen Sanierung bis 2001, als man die zu Beginn der Arbeiten gemessene maximale Schiefstellung des Campanile von 4,47 Meter um 40 Zentimeter zurückgenommen hat. Weitere gut zehn Zentimeter sind seitdem dazugekommen. Damit hat das Bauwerk, wenn man den akribischen Aufzeichnungen aus früherer Zeit glauben will, wieder einen Zustand wie vor 300 Jahren eingenommen.
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