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Fahrbericht Kia E-Soul : Der nette Elektriker von nebenan

Kia nennt die Farbe des E-Soul Mars-Orange. Bild: Appel

Nach dem ersten Anlauf vor vier Jahren kommt jetzt der nächste: Kia nimmt mit dem E-Soul die Sorge vor der Entfernung. Nur laden sollte er flinker.

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          Soll das elektromobile Zeitalter Fahrt in die Mitte der Gesellschaft aufnehmen, braucht es keine Porsche Taycan oder Audi E-Tron, sondern für Stadt und Land geeignete Gefährte mit guter Reichweite und halbwegs erträglichen Anschaffungstarifen. Das Konglomerat Hyundai-Kia steht in der Wahrnehmung nicht so im Fokus, mit ihren Produkten aber sind die Koreaner reichlich weit vorn. Besser gesagt: mit der zweiten Generation derselben. Den Kia E-Soul, jener an einen flotten Toaster erinnernde Nonkonformist auf Rädern, hat sich als Elektriker schon einmal im Jahr 2015 versucht, mit mäßigem Erfolg. Kein Wunder, 27 kWh Batteriekapazität, 150 Kilometer Reichweite und 111 schläfrige PS locken niemanden hinterm benzinbefeuerten Ofen hervor.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Jetzt nimmt Kia einen neuen Anlauf, und weil Differenzierung Trumpf ist, gleich in zwei Varianten. Die schwächere hat 136 PS und eine Batterie mit 39 kWh, die stärkere unseres Testwagens 204 PS und 64 kWh aus einem Lithium-Ionen-Polymer-Akku. Damit ist der Spurt aus dem Stand auf 100 km/h in 7,9 Sekunden drin, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 167 km/h. Dies nur als Richtwerte, denn darauf kommt es in diesem Elektroauto nicht zuvörderst an, zumal unter dem mitreißenden Eindruck der Antriebsmaschine die ohnehin teigige Lenkung noch teigiger wird und die Reifen haltlos durchdrehen. In Autobahnauffahrten empfiehlt es sich, Vollstrom erst auf der Geraden zu geben.

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