DVB-T2 : Sackgassen-TV
Sind die Prioritäten richtig gesetzt? Es geht um die terrestrische Übertragung des Rundfunks, die am Monatsende mal wieder in neuem Digitalgewand debütiert.
Sind die Prioritäten richtig gesetzt? Es geht um die terrestrische Übertragung des Rundfunks, die am Monatsende mal wieder in neuem Digitalgewand debütiert. DVB-T2 mit hochaufgelöstem Fernsehprogramm startet, und für die verbesserte Übertragungstechnik ist natürlich abermals neue Hardware erforderlich. Brauchen wir das? Der Fernsehkonsum der Zukunft basiert nicht auf proprietären Lösungen, sondern auf schnellen Internetzugängen, über die das Programm streamend nicht nur auf Notebook und Tablet gelangt, sondern auch ins Wohnzimmer. Entsprechende Produkte sind günstig und leicht zu bedienen. Man bekommt mit ihnen die Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen und die kostenpflichtigen Angebote in bester Qualität.
Alles hängt am schnellen Netz. Hier hapert es jedoch in Deutschland. Bei den Web-Zugängen sind wir (nach den Erhebungen von Akamai) auf Platz 31 zurückgefallen. Der Abstand zum Spitzenreiter hat sich in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt. Bei den unabdingbaren Glasfaser-Anschlüssen, der Zukunftstechnik schlechthin, hat Deutschland jetzt erstmals die Ein-Prozent-Schwelle überwunden, liegt aber noch weit hinter Ländern wie Trinidad und Tobago. Dafür haben wir jetzt DVB-T2. Schon hört man das Argument, dass wir die terrestrische Ausstrahlung benötigen, weil es ja nicht überall schnelles Internet gibt. Warum nur nicht? Wer setzt hier welche Prioritäten?






