Autosuche : Alter Schwede
Der Freund ist auf der Suche nach einem Auto für seinen Sohn. Mehr als 3500 Euro will Papa nicht ausgeben, und er löchert mit Fragen, man ist ja vermeintlich Experte.
Der Freund ist auf der Suche nach einem Auto für seinen Sohn. Der geht zwar bald nach dem Abi nach Amerika, aber ein halbes Jahr ohne eigenen Untersatz will er ihm nicht zumuten. Mehr als 3500 Euro will Papa nicht ausgeben, und er löchert mit Fragen, man ist ja vermeintlich Experte. Doch die Tipps verhallen offenbar ungehört, und die ins Auge gefassten Autos, die per Mail („Weiterempfehlen“) ankommen, kosten alle viel mehr als 3500. Ein Angebot ist besonders heiß. Ein BMW von 2006, der nur 6800 Euro kosten soll, obwohl er schon bei Schwacke mit einem Händler-Einkaufspreis von 9200 Euro gelistet ist. Dazu noch aus erster Hand, zwei Jahre TÜV, tolle Papierform.
Aber der Verkäufer lebt in Schweden, das Auto sei jedoch deutsch zugelassen, Offenbach sei Zweitwohnsitz, eine Fahrt ins Rhein-Main-Gebiet sei kein Problem. Finger weg, kann man da nur sagen, das klingt alles komplett unglaubwürdig, die schönen Fotos vom Auto können sonst woher sein. Der Freund ist beinahe beleidigt, das vermeintliche Schnäppchen will er sich nicht schlechtreden lassen. Er macht einen Termin aus. Danach kommt wieder eine Mail aus Schweden. Plötzlich sollen als Sicherheit 2800 Euro überwiesen werden, die Begründung klingt ziemlich abenteuerlich und ist auch nicht wirklich verständlich. Klar ist nur, dass hier jemand übers Ohr gehauen werden soll. Von einem alten Schweden. Das hat dann auch der Freund kapiert.






