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Martin Schmitt im Gespräch : „Tanzen auf einem schmalen Grat“

Volle Konzentration: Martin Schmitt vor dem Absprung – heute schaut er als TV-Experte genau hin. Bild: :Matthias Schrader/AP/dapd

Martin Schmitt über die Kunst des Skispringens, das Besondere der Vierschanzentournee, die Chancen der Deutschen und warum er glaubt, dass Werner Schuster Bundestrainer bleibt.

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          Alle sprechen vor der Vierschanzentournee von Ryoyu Kobayashi. Warum ist der Japaner auch für Sie der Topfavorit?

          Er hat im bisherigen Saisonverlauf den absolut stärksten Eindruck hinterlassen. Er springt technisch derzeit am besten. Wenn man von dem jeweils optimalen Skisprung ausgeht, dann ist er ein Stück weit besser als alle anderen und der Konkurrenz drei, vier Meter voraus.

          Was zeichnet den 22-Jährigen aus? Warum ist er derzeit besser als alle anderen?

          Er löst die Aufgaben im Moment am besten. Skispringen ist immer auch eine Momentaufnahme. Es kann sich immer alles recht schnell drehen. Beim Absprung sind es drei Faktoren, die bei ihm einfach passen. Einerseits die vertikale Beschleunigung und also das Abdruckverhalten. Er hebt die Flugbahn sehr gut an, ist schnell und aggressiv in der Übergangsphase und schafft es trotzdem, den Ski schnell zum Körper zu bringen. Damit bekommt er Luft unter dem Ski, was gleichzeitig wieder Auftrieb bedeutet. Dieses Zusammenspiel macht ihn in meinen Augen so stark.

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