Sport in Zeiten des Krieges : Unpolitischer Sport?

Der ukrainische Olympia-Teilnehmer Wladislaw Heraskewitsch fordert eine Untersuchung der Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees gegen die russischen IOC-Mitglieder. Einige von ihnen würden offen den Krieg unterstützen.
Wladislaw Heraskewitsch, ukrainischer Olympia-Teilnehmer, der während der Spiele in Peking mit einem „No War in Ukraine“-Schild im Skeleton-Wettbewerb gegen den damaligen Truppenaufmarsch der Armee Wladimir Putins an den Grenzen seines Landes protestiert hatte, fordert eine Untersuchung der Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gegen die russischen IOC-Mitglieder, insbesondere Jelena Issinbajewa. „Während das IOC „Give peace a chance“ ruft, unterstützen einige Mitglieder des IOC (Issinbajewa ist eine von ihnen) offen den Krieg . . . Wo ist die IOC-Ethikkommission? Gilt in dieser Situation auch „Sport hat mit Politik nichts zu tun“?“, schrieb Heraskewitsch auf Twitter. Am vergangenen Freitag hatte IOC-Präsident Thomas Bach in einem offenen Brief mit dem Aufruf aus dem Lennon-Song, dem Frieden eine Chance zu geben, den Wunsch des IOC bekräftigt, die internationalen Sportverbände mögen russische und belarussische Sportler ausschließen. Auf den Verbleib Issinbajewas und der drei weiteren russischen Mitglieder im IOC ging Bach nicht ein. Issinbajewa, Weltrekordhalterin im Stabhochsprung, ist ausgesprochene Parteigängerin des russischen Präsidenten und saß unter anderem in dem Gremium, das vor zwei Jahren eine neue Verfassung ausgearbeitet hat, die Putin die Fortsetzung seiner Präsidentschaft bis ins Jahr 2036 ermöglicht. Issinbajewa, Offizierin der russischen Armee, hatte bei einem Besuch einer Luftwaffenbasis in Syrien den Lärm startender russischer Bomber als „Wiegenlied“ bezeichnet. chwb.
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