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Matthäus, Basler und Co. : Hauptsache, es knallt bei den WM-Experten

Mario Basler greift in die unterste Schublade: „Özil hat eine Körpersprache wie ein toter Frosch.“ Bild: Imago

Frühere Nationalspieler ziehen mit Unterstellungen, Schmähungen und Beleidigungen über ihre Nachfolger her – heftiger denn je. Aber es geht auch anders, wie ein WM-Experte zeigt.

          3 Min.

          Bevor das Training begann, hatte der DFB vier Sonnenschirme am Spielfeldrand aufgespannt. Sie markierten die Stationen, die vier ausgewählte Spieler in jeweils fünf Minuten durchlaufen mussten. Unter den Schirmen warteten die Medien, und die Übung, die die Nationalspieler darunter zu absolvieren hatten, war anspruchsvoll: Die Krise des Weltmeisters managen, zumindest mit Worten. Es waren Mats Hummels, Mario Gomez, Sami Khedira und Timo Werner, die diese Aufgabe zwei Tage vor der vielleicht schon entscheidenden Partie gegen Schweden auf sich nahmen. Und man kann sagen: Wären die Deutschen so entschlossen und geschlossen gegen Mexiko aufgetreten, wie das Quartett vier Tage später über Fehlstart und Fehler sprach, wäre diese Runde fußballerischer Selbstkritik vermutlich gar nicht nötig gewesen.

          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Jenseits der sachlichen Kritik allerdings, und das machten in Sotschi die drei erfahrenen Spieler Hummels, Gomez und Khedira deutlich, gibt es aber etwas, das die Weltmeister nicht auf sich sitzen lassen wollen. Und das sind Unterstellungen, Schmähungen und Beleidigungen, die sich in diesen Tagen rund um die Nationalelf als Kritik ausgeben, tatsächlich aber unter die Gürtellinie zielen, um Stimmung zu machen und Stimmungen zu schüren. Bei ihrer Kritik an der Kritik, die in Wahrheit andere Ziele verfolgt, geht es den Nationalspielern nicht nur um die mittlerweile üblichen Auswüchse im Internet. Oder um „boulevardeske“ Verzerrungen in den Medien, wie beispielsweise an seiner Kritik direkt nach dem Mexiko-Spiel, die wiederum ihm als Beleidigung ausgelegt worden sei, wie Mats Hummels sagte.

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