https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/verdacht-auf-schwarzarbeit-sechs-personen-in-rhein-main-festgenommen-18139938.html

Verdacht auf Schwarzarbeit : Sechs Personen festgenommen und Diamanten beschlagnahmt

  • Aktualisiert am

Festnahme: Zollbeamte und ein mutmaßlicher Schwarzarbeiter (Symbolbild) Bild: dpa

Polizei und Zoll haben im Rhein-Main-Gebiet fünf Männer und eine 35 Jahre alte Frau wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit fesgenommen. Die sechs Personen kamen zudem vor den Haftrichter.

          1 Min.

          Wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit am Bau ist der Zoll zu großangelegten Durchsuchungen in fünf Bundesländern angerückt. Sechs Hauptbeschuldigte wurden am Donnerstag festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Hauptzollamt Gießen mitteilten. Die Beschuldigten stehen den Angaben zufolge im Verdacht, Sozialkassen und Steuerbehörden Abgaben in Millionenhöhe vorenthalten zu haben.

          „Wir gehen derzeit von einem Schaden von mehr als 20 Millionen Euro aus“, sagte ein Sprecher des Hauptzollamtes Gießen. Der Schwerpunkt der Aktion, bei der mehr als 500 Beamte im Einsatz waren, lag im Rhein-Main-Gebiet.

          Scheinrechnungen von mehreren Scheinfirmen Schwarzgeld

          „Es handelt sich bei den Geschäftsgebaren der Beschuldigten um einen sogenannten Kettenbetrug, bei dem mit fingierten Zahlungen und Scheinrechnungen von mehreren Scheinfirmen Schwarzgeld generiert wurde, um damit die Schwarzarbeiter zu bezahlen“, erläuterte der Sprecher des Hauptzollamtes.

          Fünf Männer im Alter von 31 bis 55 Jahren und eine 35 Jahre alte Frau wurden demnach im Raum Frankfurt und Wiesbaden festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Insgesamt geht es um 31 Beschuldigte aus dem Baugewerbe. Darunter seien die Verantwortlichen einer Baufirma aus dem Main-Taunus-Kreis, die als mutmaßliche Haupttäter und Drahtzieher eines Konstruktes von Bau- und Scheinfirmen gelten, hieß es.

          Bei den Durchsuchungen wurden insgesamt mehr als 450.000 Euro Bargeld sowie Diamanten und Gold sichergestellt. Zugleich wurden bei acht Beschuldigten Vermögensarreste von weit über 20 Millionen Euro vollstreckt. Dazu wurden beispielsweise Konten und offene Forderungen von Auftraggebern der betroffenen Firmen gepfändet.

          Weitere Themen

          Endzeitlich konstruktiv

          Stefan Stoppok solo : Endzeitlich konstruktiv

          Sich selbst auf wechselnden Akustikgitarren begleitend, bewegt sich Stoppok mit seinen Songs sicher zwischen Blues, Folk und Rock - samt lakonischer Widerstandshaltung.

          Topmeldungen

          Wladimir Putin beim informellen GUS-Gipfel in Sankt Petersburg

          Wladimir Putin wird 70 : Ein einsamer Tag voller Arbeit

          Der Jubeltag des Präsidenten sollte ein ganz normaler Tag sein. Die Armeeführung ist bemüht, „zurückgeschlagene Angriffe“ und „vernichtete“ ukrainische Soldaten zu vermelden.
          Zuletzt beim Alten Fritz? In Berlin ging schon lange nichts mehr glatt.

          Fraktur : Die Qual der Wahl

          Müssen in Berlin wirklich noch einmal alle Parteien auf dem Stimmzettel stehen? Auch die Entscheidung zwischen Schlottern und Surfen fällt nicht leicht.
          Nio will mit seiner elektrischen Oberklasse-Limousine ET7 deutsche Kunden gewinnen.

          Nio, BYD & Co : Die Chinesen geben Gummi

          Mit massiven staatlichen Hilfen hat China seine Elektroauto-Hersteller groß gemacht. Jetzt wollen sie auch den deutschen Markt erobern.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.