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Richtig investieren : Es muss nicht immer Tagesgeld sein

Knapp ein Prozent: Dem Fresenius-Konzern, hier die Zentrale in Bad Homburg, kann man Geld leihen, das etwas höher verzinst wird als bei den meisten Banken. Bild: dpa

Wer sich nicht damit zufriedengibt, sein Geld auf dem Girokonto, dem Sparbuch oder dem Tagesgeldkonto liegen zu lassen und wer die Aktienmärkte scheut, kann sich an Unternehmensanleihen versuchen. Auch Konzerne aus der Region benötigen Geld.

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          Fresenius zum Beispiel. Ein Vorzeigeunternehmen der Region, börsennotiert, die Verwaltung in Bad Homburg, spezialisiert auf den Gesundheitsmarkt, Eigentümer der Helios Kliniken, die Tochtergesellschaft Fresenius Kabi bietet Infusionslösungen an, die selbst an der Börse notierte Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care ist auf dem wachsenden Markt der Dialyse unterwegs. In der Krise hat sich Fresenius bisher wacker geschlagen, das Unternehmen ist ja auch nicht auf Gebieten unterwegs, die unter der Corona-Pandemie besonders leiden. Wer sich an dem Unternehmenserfolg beteiligen will, kann einer der Eigentümer werden, indem er die Aktie kauft. Er kann aber auch den etwas risikoloseren Weg wählen, dem Konzern Geld zu leihen und dafür Zinsen zu kassieren.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Unternehmensanleihen, Anleihen überhaupt stehen im Schatten der Aktie. Sie sind weniger aufregend, die Rendite ist begrenzt. Aber dafür ist die Sicherheit auch größer. Gefährlich wird es für jemanden, der einem Unternehmen Geld leiht, erst dann, wenn es diesem richtig schlecht geht. Wenn der Betrieb also kein Geld mehr hat, seine Schulden zurückzuzahlen, oder, schlimmer noch, wenn er insolvent wird. Dann kann die hoffnungsvolle Verbindung zu einem Unternehmen mit einem Totalverlust enden. Es wäre nicht das erste Mal.

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