Hessischer Staatssekretär :
Entlassung mit Nebenwirkungen

Ralf Euler
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Es gilt die Unschuldsvermutung: Der entlassene Staatssekretär Umut Sönmez (SPD) weist den Vorwurf einer sexuellen Belästigung „entschieden zurück“.
Es gilt die Unschuldsvermutung: Der entlassene Staatssekretär Umut Sönmez (SPD) weist den Vorwurf einer sexuellen Belästigung „entschieden zurück“.dpa

Die Trennung von seinem Staatssekretär und Vertrauten stellt Hessens Wirtschaftsminister vor eine neue Bewährungsprobe. Kaweh Mansoori muss nun beweisen, dass er nicht nur reagiert, sondern führt.

Die Entlassung des hessischen Wirtschaftsstaatssekretärs Umut Sönmez „mit sofortiger Wirkung“ ist ein hartes, aber politisch folgerichtiges Signal.  Wer im Verdacht steht, eine Mitarbeiterin sexuell belästigt zu haben, kann nicht gleichzeitig Teil der Hausspitze sein – erst recht nicht in einem Ministerium, in dem Personalführung und Schutzräume am Arbeitsplatz zur Kernverantwortung gehören. Dass parallel staatsanwaltschaftlich ermittelt wird, erhöht den Druck zusätzlich. Und doch bleibt der unangenehme Spagat: Bis zur Klärung gilt die Unschuldsvermutung. Genau deshalb ist der Schritt so heikel – aber auch so unvermeidlich.

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