Bionische Bahn-Sitze : Mehr Komfort im Zug durch Moostierchen

Forscher aus Gießen und Frankfurt arbeiten mit einem Industriepartner an neuen Bahn-Sitzen. Dazu dienen ihnen Vorbilder aus der Natur. „Wir sind nah an der Anwendung“, sagen die Entwickler.
Haben Sie schon einmal Moostierchen gesehen? Falls nicht: Das ist wenig verwunderlich. Denn diese Lebewesen sind mikroskopisch klein. Auffällig sind aber ihre Kolonien. Sie bilden diese unter anderem auf Seetang. Näher betrachtet, sehen diese Behausungen etwa so aus wie ein luftig, aber exakt gehäkeltes Kissen von Omas Sofa. Die mehreckigen Muster bleiben aber nicht an der Oberfläche, sie gehen vielmehr in die Tiefe und stellen Kammern dar. Darin leben die Moostierchen. Von solchen Kammern haben sich Wissenschaftler der Technischen Hochschule Mittelhessen inspirieren lassen, die mit Forschern der Frankfurter Senckenberg-Gesellschaft und der börsennotierten Grammer AG an neuen Sitzen für Züge arbeiten.
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