Orgelsanierung in Eltville : Pflegefall thront auf der Empore

Ein Förderprogramm ermöglicht die Restaurierung der wertvollen Raßmann-Orgel in der kleinen Eltviller Christuskirche. Dabei werden Fehler aus den 1970er Jahren korrigiert. In einem Jahr soll die Sanierung abgeschlossen sein.
Rund 50.000 Orgeln erklingen in deutschen Kirchen, und es ist daher wenig verwunderlich, dass Orgelbau und Orgelmusik vor fünf Jahren die Anerkennung der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit erhalten haben. Viele Orgeln sind allerdings heute sehr kostspielige Pflegefälle und bedürfen dringend versierter Orgelbauer, von denen es laut UNESCO immerhin noch fast 3000 in Deutschland gibt.
Zu den Pflegefällen zählt auch die Orgel in der eher unscheinbaren, vom Darmstädter Baumeister Ludwig Hofmann geplanten und errichteten Eltviller Christuskirche. Hergestellt in der Werkstatt des renommierten Orgelbauers Gustav Raßmann in Möttau bei Weilmünster, wird sie ebenso wie der Kirchenbau auf das Jahr 1902 datiert. Ihre Besonderheit ist, dass das in gotisierender Formensprache gebaute Instrument nicht nur von Beginn an für die damals neue Kirche konzipiert war, sondern dass es weitgehend im Originalzustand erhalten ist
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