Gefahren beseitigt : Arbeiten an evakuiertem Hochhaus vor Abschluss

Seit Monaten steht ein wegen Sicherheitsmängeln evakuiertes Hochhaus in Babenhausen leer. Jetzt dürfen die Bewohner auf eine baldige Rückkehr hoffen.
Mehr als ein Jahr nach der Evakuierung eines Hochhauses im südhessischen Babenhausen rückt ein möglicher Wiedereinzug in greifbare Nähe. „Alle notwendigen Sanierungen sind abgeschlossen beziehungsweise in enger Abstimmung mit der unteren Bauaufsicht in Fertigstellung“, teilte Holger Gröning von der Wohnungseigentümergemeinschaft mit. Nun werde die Wasserversorgung wieder aktiviert und alle Wohnungen würden begangen.
Das Hochhaus war Anfang Juni vergangenen Jahres geräumt worden, nachdem ein Teil der Fassade eingestürzt war. Verletzt wurde dabei niemand. Anfangs war von Reparaturarbeiten von zwei bis drei Wochen ausgegangen worden. Dann kamen immer neue Hiobsbotschaften hinzu. Die Statik und die Befestigung aller Fenster mussten überprüft werden. Es wurden Brandschutzvorkehrungen im Gebäude nötig. Vorübergehend mussten laufende Arbeiten an dem elfstöckigen Haus aus Sicherheitsgründen eingestellt werden.
Von der Evakuierung waren 187 Bewohner betroffen. Vorübergehend mussten Menschen in einer Notunterkunft in der Stadthalle übernachten. Nach und nach fanden alle eine Bleibe. „Ein genauer Termin für den Wiederbezug kann noch nicht benannt werden, da bei der Inbetriebnahme der Wasserversorgung das Risiko von Wasserschäden besteht“, teilte Gröning mit. Zudem müssten die Arbeiten vor der endgültigen Freigabe noch von der unteren Bauaufsicht bewertet werden. „Nach einer positiven Abnahme stünde aus baurechtlicher Sicht einem Wiedereinzug nichts mehr im Wege“, heißt es auch beim baurechtlich zuständigen Kreis Darmstadt-Dieburg.
Gerüste an der Fassade seien von der Bauaufsicht vorgeschrieben worden, um weiter vor eventuell herabfallenden Fassadenteilen zu schützen. Dies sei nur eine Interimslösung, bis wieder eine neue Fassade aufgebracht ist. „Für eine neue Fassade wurde aber noch kein Bauantrag gestellt“, heißt es beim Kreis. Die Wohnungseigentümergemeinschaft habe die Pumpen für die Löschwasserversorgung in beiden Gebäuden instand gesetzt. Der TÜV habe sie auch schon abgenommen. Für einen Wiederbezug sei unter anderem auch der Blitzschutz ertüchtigt worden.





