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Hilfe auf der Autobahn : Warum Notrufsäulen teils smarter sind als Mobiltelefone

Wird noch gebraucht: Notrufsäule an der A 5 bei Bad Nauheim. Bild: Tobias Schmitt

Die Gegensprechanlagen an Autobahnen wirken in Zeiten der Smartphones oft wie Überbleibsel aus der alten Zeit. Doch werden sie immer noch gebraucht.

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          Die Notrufsäule an der A 5 nahe der Raststätte Wetterau gilt als Pionier. Sie soll in Deutschland die erste ihrer Art gewesen sein. Mittlerweile bekam sie allein in Hessen mehr als 1100 Geschwister. Nicht nur die Autobahnen in diesem Bundesland sind flächendeckend mit Notrufsäulen ausgestattet. In ganz Deutschland finden sich in der Regel im Abstand von zwei Kilometern jeweils auf der einen und der anderen Seite einer Autobahn derartige Gegensprechanlagen, insgesamt knapp 17.000. Sie werden beidseitig aufgestellt, damit Hilfesuchende nicht die Fahrbahnen überqueren müssen, um einen Notruf absetzen zu können.

          Hans Riebsamen

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Stammvater der Notrufsäulen ist Björn Steiger gewesen, dessen Stiftung vor fünf Jahrzehnten den Anstoß für den Aufbau eines Notrufnetzes gegeben hat. Selbst Bundes-, Landes- und Kreisstraßen wurden vielerorts mit derartigen Säulen ausgestattet, von denen viele die Björn-Steiger-Stiftung betrieb. Außer in Baden-Württemberg hat sie aber ihr Säulennetz von 2011 an wieder abgebaut. Im Zeitalter von Mobiltelefonen seien immer weniger Notrufe eingegangen, lautete die Begründung.

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