FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Louise Rösler :
Gedränge im Warenhaus

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Stadt, Land, Fest: In „Quatorze Juillet“ inszeniert Louise Rösler den französischen Nationalfeiertag 1951 als Collage mit Gouache auf Papier.
Stadt, Land, Fest: In „Quatorze Juillet“ inszeniert Louise Rösler den französischen Nationalfeiertag 1951 als Collage mit Gouache auf Papier.MGGU/Uwe Dettmar/Anka Kröhnke

Der Großstadt blieb Louise Rösler treu, nachdem sie 1943 in den Taunus gezogen war: Das Museum Giersch widmet der Berliner Künstlerin eine Retrospektive.

Schillernde Bonbonpapiere, Stoffstücke, Zeitungsschnipsel, Pillenverpackungen, Folien und Tickets, einmal sogar Fetzen aus dem Halstuch der Puppe ihrer Tochter: Faszinierend und eigentümlich berührend sind die Collagen, die Louise Rösler aus Verpackungen und Papieren zusammensetzte. Ihre „Komposition mit rotem Mond“ von 1952 etwa, ein an Farben und Formen wogendes Bild mit Flächen aus Ölfarbe, mit Stoffteilchen und, wenn man ganz genau hinsieht, sogar winzigen Perlen. Alles geht ineinander über, die Farben der dreieckigen Stoffstücke finden sich auf den gemalten Flächen wieder, vielfach aufgesplittert und rhythmisch unterbrochen von rosaroten und hellblauen Streifen.

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