
Tag der Provenienzforschung : „Rückgabe ist Teil der Heilung“

Es geht nicht nur um Lederhemden und Beninbronzen: Eva Raabe, Direktorin des Frankfurter Weltkulturen Museums, erklärt, was noch hinter Provenienzforschung steckt.
Frau Raabe, der zweite Mittwoch im April ist Tag der Provenienzforschung. Worum geht es?
Die Provenienzforschung dient dazu, so genau wie möglich alle früheren Besitzverhältnisse eines Objekts zu klären. Sie zeichnet seinen Weg von der Herstellung über alle Vorbesitzer bis ins Museum nach. Besonders in der Kunstgeschichte ging es ursprünglich um die Prüfung möglicher Fälschungen. Provenienzforschung war damit auch ein Werkzeug des Kunstmarkts, um mit dem Nachweis von Originalität den Marktwert von Kunstwerken zu steigern. Provenienzforschung wurde dann für die Feststellung von Unrechtskontexten bei der Untersuchung von nationalsozialistischer Raubkunst zum unerlässlichen Forschungsmittel.
Wie erforscht das Weltkulturen Museum seine ethnologischen Sammlungen?
Die Provenienzforschung dient dazu, so genau wie möglich alle früheren Besitzverhältnisse eines Objekts zu klären. Sie zeichnet seinen Weg von der Herstellung über alle Vorbesitzer bis ins Museum nach. Besonders in der Kunstgeschichte ging es ursprünglich um die Prüfung möglicher Fälschungen. Provenienzforschung war damit auch ein Werkzeug des Kunstmarkts, um mit dem Nachweis von Originalität den Marktwert von Kunstwerken zu steigern. Provenienzforschung wurde dann für die Feststellung von Unrechtskontexten bei der Untersuchung von nationalsozialistischer Raubkunst zum unerlässlichen Forschungsmittel.
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