Antisemitismus in der Kunst : Kassel und die Folgen

Neue Strukturen und Bewusstsein für Antisemitismus in der Kunst lauten einige der Forderungen anlässlich einer Diskussion in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.
Allein die Heftigkeit der Zwischenrufe hat gezeigt, dass Marc Grünbaum, der Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, recht hat, wenn er als Resultat der Documenta 15 eine „tiefgreifende Verletzung“ feststellt. Es war Michel Friedman, der aus dem Publikum im Ignatz-Bubis-Gemeindezentrum heraus erbost die Frage stellte, wozu die Documenta denn einen Aufsichtsrat habe, der doch frühzeitig die Geschäftsführerin Sabine Schormann hätte beurlauben können. Diese wiederum hätte früh eingreifen können, da sie dazu befugt gewesen wäre. So die Ereigniskette, der auch Kunstministerin Angela Dorn (Die Grünen) folgt. Denn Politik ist außen vor, wenn es um Kunstfreiheit geht – aus gutem Grund, so die allgemeine Meinung und auch die Dorns. Aber reicht das? Und wo endet die Kunstfreiheit?
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