Schauspiel Frankfurt : Theater für den Pflasterstrand

Nele Stuhler und Jan Koslowski machen am Schauspiel mit „Die Affäre auf der Straße nach Monaco“ ein fluffiges Boulevardstück, maßgeschneidert für Frankfurt.
Wo, wenn nicht in Frankfurt, liegt unter dem Pflaster der Strand? Der Spruch mag von den Pariser Mai-Unruhen 1968 stammen, in Frankfurt wurde er zum Sprichwort und zum Titel einer Sponti-Zeitschrift. Es ist eine hübsche Pointe in dem vor hübschen Pointen nur so strotzenden Stück von Nele Stuhler und Jan Koslowski, dass irgendwann – die nicht vorhandene Handlung ist schon etwas fortgeschritten – das Theatermachertrüppchen sich auf der Straße vor einer Ladenzeile versammelt, wie man sie genau so aus dem Frankfurter Bahnhofsviertel kennt. Nur in die Mitte der Fassadenreihe hat sich offenbar eine Boutique aus der Goethestraße verirrt. Und zwischen den dort wie Juwelen ausgestellten Glitzerturnschuhen prangen in einer Vitrine zwei Pflastersteine, zur kostspieligen Ware geworden. Da kann man sich als Publikum in den Kammerspielen im Sitz zurücklehnen und sagen: „So isses.“


