Konstantin Wecker in Frankfurt : In Flüssen liegen oder Teichen

Die 2000 Zuhörer können gar nicht genug bekommen. Eineinviertel Stunden lang erklatschen sie sich eine Zugabe nach der anderen: Konstantin Wecker in der Frankfurter Alten Oper.
War einmal ein Revoluzzer, im Zivilstand Lampenputzer. Diesem guten Mann, der nicht zusehen mag, wie seine Mitrevolutionäre die Gaslaternen zertrümmern, hat Erich Mühsam ein sarkastisches Chanson gewidmet. Konstantin Wecker, der ein Sohn dieses Dichter-Anarchisten sein könnte, kennt als Münchner das Spottlied seines künstlerischen Vorvorgängers. „Soll man weiter revoluzzen oder doch Laternen putzen?“, fragt Wecker im Titelstück seiner neuesten CD. Die Antwort hat der Sänger in seinem umjubelten Konzert jetzt in der Alten Oper gegeben.





