Dogma Ganztagsschule
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Geht die Rechnung auf: Wie viele Stunden sollten Kinder in Schulen verbringen? Das Nachmittagsprogramm verkommt zu einem Verwahrungsangebot für Schüler. Bild: dpa
Über das Thema Ganztagsschulen wird wenig gestritten. Doch der Ausbau des Programms ist zu einem Dogma geworden. Das Erziehungspersonal wird nicht nur häufig gewechselt, es ist auch ungelernt und unterbezahlt.
Woran liegt es eigentlich, dass beim Thema Ganztagsschule alle einer Meinung sind? Ja, es gibt graduelle Unterschiede. Der SPD und der Linken geht es natürlich nicht schnell genug, Schwarz-Grün betreibe den Ausbau im „Schneckentempo“ und außerdem böten die meisten Ganztagsschulen ja gar kein „echtes“, sprich verpflichtendes Nachmittagsprogramm.
Im Prinzip zweifelt aber niemand daran, dass der Ganztag ein bildungspolitischer Heilsbringer ist. Das viele Geld, das es kostet, Kinder bis zum Abend in der Schule zu lassen, sei gut investiert. Warum eigentlich? Haben früher nicht auch sechs Unterrichtsstunden ausgereicht, um findige Ingenieure, tüchtige Kaufleute und versierte Handwerker hervorzubringen?
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