Tiertherapie : Kaninchen und Hunde gegen Sprachlosigkeit

Auch Demente kommen ins Reden, wenn sie ein Kaninchen streicheln. Die Tierbrücke Weilrod ist deshalb regelmäßig in Kliniken und in Seniorenstiften zu Gast mit ihren „vierpfötigen Therapeuten“.
Alfred lässt sich von dem Kleinkind nicht stören und wartet geduldig die Streicheleinheiten ab. „Jeder andere würde weglaufen“, sagt Evelyne Zickmann. Erst nach einer Weile setzt sich der Esel in Bewegung und geht seines Wegs. Alfred ist ein vierbeiniger Mitarbeiter der Tierbrücke Weilrod, ebenso wie Johnny, ein betagtes Shetlandpony. Dass sie an Pfingsten die Attraktion für Patienten und Besucher des Waldkrankenhauses Köppern sind, ist eine Ausnahme. Normalerweise kommen Zickmann und ihre Mitarbeiterin Monika Stoll mit Kaninchen und Hunden in das psychiatrische Krankenhaus. Mit dem „Tierbegegnungstag“ – das Wort „Streichelzoo“ hört Zickmann nicht gern – wirbt der Freundeskreis des Waldkrankenhauses für das von ihm seit 2010 finanzierte Projekt „Freunde auf vier Pfoten“.
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