Hessen : Lehrer weniger häufig befristet angestellt

Kurz vor den Sommerferien stehen Lehrer mit zeitlich befristetem Arbeitsvertrag vor ungewissen Wochen. In Hessen ist die Zahl dieser Stellen jedoch gesunken, sagt das Kultusministerium.
Nach Angaben des Kultusministeriums haben in Hessen immer weniger Lehrer befristete Stellen. Die Zahl sei seit 2013 von 3031 auf aktuell 2811 gesunken. Im Jahr 2010 habe sie noch 3573 betragen, damals habe der Anteil befristet beschäftigter Lehrkräfte bei 7,4 Prozent gelegen. Heute seien es nur noch 5,7 Prozent. Diese Quote werde weiter sinken, allerdings gebe es weiterhin „einen gewissen Bedarf an Vertretungsverträgen, um flexibel auf längere Erkrankungen oder Elternzeiten verbeamteter Lehrkräfte reagieren zu können“, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.
Die Praxis, einen Teil der angestellten Lehrer mit Zeitverträgen auszustatten, steht seit Jahren in der Kritik. Insbesondere vor den Sommerferien wird der Protest laut, weil viele befristet beschäftigte Pädagogen dann vor einer ungewissen Zukunft stehen, auch solche, die seit Jahren mit aufeinanderfolgenden Verträgen an einer Schule unterrichten und dort etabliert sind.
Urteil stärkte Rechte der Lehrer
Zuletzt hatten sich deshalb Eltern und Schüler im Hochtaunuskreis an das Kultusministerium gewandt. Gestärkt wurde die Position der Beschäftigten im vergangenen Jahr durch ein Urteil, nach dem Lehrer, die über einen ungewöhnlich langen Zeitraum aufeinanderfolgende Vertretungsverträge hatten, unbefristet anzustellen sind.





