Frankfurter Geschäftsleben : Die Zeil wird billiger

Statt S.Oliver wird zukünftig der spanische Filialist Bershka in „My Zeil“ Mode verkaufen. Er zielt wie Zara, H&M und die irische Kette Primark mit Billigware auf ein junges Publikum ab.
Bershka Nachmieter von S.Oliver
So schnell kann es gehen. In der vergangenen Woche war man noch im S.Oliver-Flaggschiff in „My Zeil“ einkaufen, ein paar Tage später stehen Kunden vor verschlossenen Türen. Ziemlich still hat sich die Modekette von ihrem exponierten Standort mit knapp 1500 Quadratmetern Fläche verabschiedet. Das hat nichts damit zu tun, dass es dem Modekonzern mit Sitz im bayerischen Rottendorf nicht gutgeht. Im Gegenteil. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Haus, zu dem auch die Marken Comma und Liebeskind (50 Prozent) gehören, ein Plus von etwa zwölf Prozent auf 1,2 Milliarden Euro und wuchs damit das dritte Jahr in Folge. Das Unternehmen, das auch in Frankfurt über Handelspartner gut aufgestellt ist, hatte schon angekündigt, es werde sein Ladennetz unter die Lupe nehmen. „S.Oliver braucht in Frankfurt keinen eigenen Store in der Größe“, meint ein Immobilienmakler. Die Gelegenheit, Fläche vorzeitig an einen Nachmieter abzugeben, habe man mit Sicherheit gern genutzt. Wie das Center-Management des Einkaufszentrums bestätigt, wird die Young-Fashion-Marke Bershka Nachmieter. Sie gehört wie die Kette Zara zur spanischen Inditex-Gruppe und zielt mit Billigware auf ein junges Publikum ab. Bisher gibt es zwei Bershka-Läden in Deutschland.




