Rondinone in Frankfurt : Zwölf Monatsriesen für den Städelgarten

„sunrise.east“ hat der Künstler Ugo Rondinone die zwölf Aluminiumskulpturen genannt, die jetzt im Städelgarten aufgestellt sind. Jede steht für einen Monat.
Der Termin der Sommersonnwende ist zwar knapp verpasst, dennoch erinnern die zwölf Skulpturen, die nun im Garten des Städel Museums stehen, nicht ohne Grund an archaische Orte wie Stonehenge. Ugo Rondinone, der im Sommer 2022 die Schirn bespielt hatte, ist ein weiteres Mal in Frankfurt zu Gast, mit seinen glänzenden Masken namens „sunrise.east“. Entstanden 2005, sind sie erst das zweite Mal zu sehen, arrangiert in einem Kreis rund um den Hügel, unter dem sich die Ausstellungshalle für Gegenwartskunst befindet. Jede der erst von Rondinone nach seiner eigenen Körpergröße in Ton modellierten, dann in Aluminium gegossenen Figuren steht für einen Kalendermonat, aber auch für Gegensätze wie Maske und Identität, Natur und Kunst und lädt bis 5. November bei freiem Eintritt zu einer Erkundung ein. Er arbeite mit universellen, einfachen Symbolen, sagte Rondinone, der sich den öffentlichen Raum als Museum wünscht: Kunst müsse zugänglich sein. Der Städelgarten solle ein Kunstort für alle sein, wie Museumsdirektor Philipp Demandt sagte. Die zwölf Monatsfiguren jedenfalls scheinen zu wissen, dass sie das Publikum erfreuen sollen: Wer sich auf die Mitte des Hügels stellt, wird zu ihrem Objekt der Betrachtung.
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