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Weihnachtsbaumkauf im Lockdown : Groß muss er sein

  • -Aktualisiert am

Baumlieferung: Vor allem ältere Menschen haben sich ihren Christbaum in diesem Jahr zustellen lassen. Bild: dpa

Die Weihnachtsbaumhändler in Frankfurt machen im Lockdown beste Geschäfte. Da die wenigsten in den Urlaub fahren, wird das Weihnachtsparadies kurzerhand zu Hause kreiert. Dabei geht es maßgeblich auch um die Größe des Baums.

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          Die Kunden haben das Weihnachtsbaumland in Hammersbach einfach „überrannt“, wie Geschäftsführer Claus Rottstedt sagt. Nach wie vor habe sich der Ansturm auf die Weihnachtsbäume nicht gelegt. „Damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Rottstedt, der sogar mehr Mitarbeiter einstellen musste, um der Kunden Herr zu werden. Einige kämen zu den Rottstedts sogar aus 60 Kilometern Entfernung, andere holten in diesem Jahr gleich zwei oder drei Bäume. Immerhin seien noch genug da.

          Bei Patrick Viragh, der seine Weihnachtsbäume an der Eschersheimer Landstraße in Frankfurt verkauft, sieht es hingegen anders aus. Während im vergangenen Jahr 15 Bäume bei „Paddytanne“ übrig geblieben seien, sei der Großteil seiner Bäume in diesem Jahr schon ausverkauft. Das liege daran, dass er die Bäume nur aus Hessen beziehe, andere Händler bekämen zusätzliche Bäume von woanders her.

          Vor allem die großen Bäume ab 1,50 Meter seien derzeit gefragt. „Viele fliegen dieses Jahr nicht weg“, sagt Viragh. „Darum wollen sie es sich schön machen und gönnen sich einen großen Baum.“ Es seien sogar schon einige Kunden dagewesen, die noch nie einen Weihnachtsbaum gehabt hätten. Rottstedt berichtet Ähnliches: Es würden ausgesprochen große Bäume geholt – „alles, was gerade so reinpasst“.

          Frühere Käufe wegen Lockdown-Furcht

          Der Weihnachtsbaumverkauf im Frankfurter Ostpark und das Christbaum Center an der Friedberger Landstraße können über das Geschäft in diesem Jahr ebenfalls nicht klagen – im Christbaum Center sei sogar „sehr viel mehr“ als sonst los, heißt es. Dennoch wollen sich die Händler dort noch nicht festlegen, ob sie in dieser Saison mehr Bäume verkaufen werden. „Es kann sein, dass kurz vor Weihnachten niemand mehr kommt“, sagt eine Mitarbeiterin des Christbaum Centers. Einige hätten wohl „Panik“ gehabt, nach dem verschärften Lockdown keinen Baum mehr zu bekommen.

          Auch im Weihnachtsbaumland hat Rottstedt diese Erfahrung gemacht. Gerade am Sonntag, bevor die neuen Regeln verkündet wurden, seien viele Kunden gekommen. Doch auch davor sei viel los gewesen. „Das Geschäft ging in diesem Jahr schon um den 20. November herum los.“ Das sei 14 Tage früher als in den Jahren zuvor. Auch Viragh hat rund zwei Wochen früher mit dem Verkauf begonnen. Viele bestellten ihre Bäume in diesem Jahr außerdem online, berichtet er. Sie vertrauten dann darauf, dass ihnen der Baum gefalle. Das seien meistens Ältere, die Angst hätten, sich anzustecken, sagt der Tannenbaumhändler. Im Weihnachtsbaumland in Hammersbach wollen ebenfalls viele ihre Bäume geliefert haben – allerdings, wie Rottstedt sagt, „nur große“.

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