VHS-Demokratiewerkstatt : Geschichten aus dem „Kamerun“-Viertel
Regelmäßig lädt die Demokratiewerkstatt der Frankfurter Volkshochschule zu Stadtteilerkundungen im Gallus und anderen Bezirken. Bei einem Gang über die Frankenallee schilderten Anwohner viele Erinnerungen an eine Straße mit bewegter Geschichte.
Von außen ist der Saalbau Gallus ein unscheinbares Gebäude. Es hat aber eine bedeutende Geschichte. 1964 wurde der Auschwitz-Prozess, der im Vorjahr im Römer begonnen hatte, wegen Platzmangels in den großen Saal des Gebäudes an der Frankenallee verlegt. Seit 2019 trägt dieser den Namen des damaligen hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer. Ausgerechnet diesen Ort suchte sich die NPD im September 1985 für eine Versammlung aus. Während drinnen Neonazis tagten, wurde draußen der Gegendemonstrant Günter Sare von einem Wasserwerfer der Polizei überrollt und tödlich verletzt.
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