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Zeugen gesucht : Polizei fahndet weiter nach Messerstecher vom Grüneburgpark

Wagenpark: Die Messerstecherei zog einen Großeinsatz der Polizei nach sich, der Täter ist weiter flüchtig Bild: Ilkay Karakurt

Nach der Messerattacke auf einer Party von Schülern im Frankfurter Grüneburgpark ermittelt die Polizei wegen versuchten Totschlags. Die Ermittler setzen nun vor allem auf die Aussagen von Zeugen.

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          Nach einer Messerstecherei im Frankfurter Grüneburgpark bei einer Party von Schülern ermittelt die Polizei nun wegen versuchten Totschlags – und fahndet weiterhin nach den Tätern. Gegen 23 Uhr war es am späten Freitagabend zu der Gewalttat gekommen. Zwei Achtzehnjährige, die sich unter den Feiernden befunden haben, wurden durch Messerstiche zum Teil lebensgefährlich verletzt. Die Polizei räumte daraufhin den Park und sperrte die Grünfläche im oberen Abschnitt zum Uni-Campus Westend hin ab.

          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.

          Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, gibt es nun erste Erkenntnisse zum Hergang der Tat. Demnach waren zwei Gruppen von Jugendlichen und Heranwachsenden zunächst verbal aneinander geraten. Es sei zu einer „Schubserei“ gekommen. Danach habe sich die Lage wieder beruhigt. Kurz darauf sei die Auseinandersetzung unvermittelt fortgesetzt worden, infolgedessen mindestens eine Person ein Messer zog und auf die beiden 18 Jahre alten Opfer einstach.

          Notoperation nach Messerstichen

          Sie wurden schwer verletzt und später im Krankenhaus notoperiert. Ein Großaufgebot an Beamten durchsuchte den Park bis in die Nacht mit Taschenlampen ab und sicherte Spuren. Um drei Uhr morgens wurde der Park wieder freigegeben.

          Ob die Gruppe der Angreifer zum Umfeld der Schüler gehörte, die dort feierten, ist laut dem Polizeisprecher noch unklar. Einige der Jugendlichen, die das Geschehen beobachtet hatten, standen zunächst unter Schock. Inzwischen haben sich nach Angaben des Sprechers zahlreiche Zeugen gemeldet und ihre Beobachtungen geschildert. Die Ermittlungen hat nun die Mordkommission übernommen, die bei versuchten Tötungsdelikten automatisch eingeschaltet wird.

          Hinweise darauf, dass eine Gruppierung aus dem Raum Groß-Gerau, die im vergangenen Sommer mehrere Raubstraftaten und Gewaltdelikte im Grüneburgpark verübt hat, an dem jüngsten Übergriff beteiligt ist, gibt es bisher nicht. Erst vor einigen Tagen hat die Polizei bekannt gegeben, sie wolle mit einem neuen Konzept den Feiern in Parks und auf öffentlichen Plätzen begegnen, um bei Straftaten konsequent einzuschreiten.

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