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Kriminaltherapeut Theel : „Wenn Tiere sterben, ist das für den Täter ein Erfolg“

  • -Aktualisiert am

Am Riedberg sind Hundebesitzer nach den Giftköder-Attacken besorgt. Bild: dpa

Noch immer sind die Hintergründe der Giftköder-Serie am Frankfurter Riedberg ungeklärt. Der Kriminaltherapeut Steffen Theel spricht über Tierquäler und was sie antreibt.

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          Steffen Theel ist Psycho­therapeut, Kriminaltherapeut und stellvertretender Leiter des Zentrums für Kriminologie und Polizeiforschung im rheinland-pfälzischen Kaisersesch. Er forscht über straffällig gewordene sexuelle Sadisten und die Vorläufersymptome von deren Sadismus, zu denen oft auch Tierquälerei zählt.

          Herr Theel, in den vergangenen Wochen sind mehrere Hunde in Frankfurter Parks mit präparierten Ködern vergiftet worden. Warum tun die Täter das?

          Da gibt es verschiedene Motive. Häufig tritt das Quälen von Tieren erstmals im späten Kindesalter auf. Vielfach haben die Täter Tötungsphantasien und üben vorher am Tier. Oft beobachten wir eine Steigerung. Anfangs sind es nur Mäuse oder Meerschweinchen, später werden es dann größere Tiere wie Schafe, Kühe oder Hunde. Beispielsweise hat Frank Gust (ein Serienmörder, der zwischen 1994 und 1998 vier Morde beging, Anmerkung der Redaktion) vor seinen Morden Tierquälerei vollzogen. Das ist die eine Kategorie.

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