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Universität Frankfurt : Rosa*Liste fordert All-Gender-Toiletten

Geschlechtsneutral: All-Gender-Toiletten gibt es schon an vielen Hochschulen. Bild: dpa

Mehr Toiletten für Menschen, die sich weder als Mann noch als Frau sehen, verlangt die Hochschulgruppe Rosa*Liste. Die Uni Frankfurt zeigt sich offen dafür.

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          Mit einer Aktionswoche will die Hochschulgruppe Rosa*Liste erreichen, dass an der Uni Frankfurt und anderen öffentlichen Einrichtungen mehr All-Gender-Toiletten eingerichtet werden. Sie sollen auch von Menschen genutzt werden können, die sich weder als männlich noch als weiblich definieren.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Unter dem Hashtag #Wirkackenallegleich beklagt die Rosa*Liste, dass die hiesige „Toilettensituation“ von festen Geschlechterkonstruktionen geprägt sei. Viele Menschen erlebten dadurch strukturelle Diskriminierung und Gewalt in öffentlichen Räumen, etwa weil sie die vermeintlich „falsche“ Toilette aufsuchten.

          „Nicht hinter Ausreden verstecken“

          Christian Landsmann, der für die Rosa*Liste im Studentenparlament der Goethe-Uni sitzt, fordert die Einrichtung einer All-Gender-Toilette in jedem Uni-Gebäude. In vielen Unis, etwa der Hochschule Rhein-Main, gebe es dies schon. Die Uni-Leitungen dürften sich nicht hinter „Ausreden wie der Prüfung von geltendem Baurecht“ verstecken. Während der Aktionswoche werden laut Landsmann Sticker verteilt, mit denen Studenten „in Eigeninitiative“ Toiletten umwidmen könnten.

          Das Präsidium der Goethe-Uni teilte auf Anfrage mit, in einzelnen Gebäuden gebe es schon All-Gender-Toiletten. Man arbeite „im Rahmen der weiteren baulichen Planung und Entwicklung“ daran, mehr davon zu schaffen.

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