Frankfurter „Bäumsche-Gate“ : Lob der Asymmetrie des Weihnachtsbaums

Was struppige Weihnachtsbäume angeht, hat Frankfurt einen Ruf zu verteidigen. Mit der Fichte „Bertl“ ist das wieder bravourös gelungen. „Bäumsche-Gate“ stellt sogar New York in den Schatten.
Jetzt ist endgültig bewiesen, was jedem Frankfurter sowieso klar war: Wenn es für die Mainmetropole überhaupt einen Vergleichsmaßstab gibt, dann kommt dafür nur New York in Betracht. In den vergangenen Tagen haben die beiden Megacitys, engverbunden durch ikonische Hochhaus-Silhouetten und grandiose Opernhäuser, auch mit ihren Christbäumen weltweite Schlagzeilen gemacht. Nach dem Aufstellen der Fichte vor dem Rockefeller Center erhob sich ein veritabler Shitstorm. Der Baum passe in seiner nadeligen Tristesse zum Jahr 2020, lautet ein Kommentar. Andere sehen ihn ihm ein Sinnbild für ihr Land nach vier Jahren Trump, was vielleicht doch etwas hart ist. Wobei: Wenn man sich das wirre Astwerk anschaut, könnte man schon auf die Idee kommen, dass hier ein Friseur aus dem Weißen Haus am Werk war.
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