Eritrea-Festival : Vorhersehbarer Streit um ein Fest

Der Streit um das Eritrea-Festival in Gießen war nach den Krawallen vom Vorjahr absehbar. Es stellt sich die Frage: Ist eine private Feier so zu bewerten wie eine Demonstration, und muss sie denselben Schutz genießen?
In denkbar schlechter Erinnerung hat die Gießener Polizei noch die Vorgänge um ein Fest von Eritreern auf dem Messegelände in der Stadt im Sommer vergangenen Jahres. Sie sprach hinterher von einem „Gewaltexzess“. Denn Gegner der Regierung Eritreas waren mit Steinen, Messern und Eisenstangen auf Besucher des vom Konsulat des ostafrikanischen Landes ausgerichteten Konzerts losgegangen. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt, darunter sieben Polizisten. Knapp ein Jahr später müssen Polizei, Stadt und Anlieger an selber Stelle ähnliche Gewaltausbrüche fürchten. Der Zentralrat der Eritreer hat für dieses Wochenende zu einem Fest eingeladen. Regimegegner wollen auf die Straße gehen. Sie wettern gegen eine „Propaganda-Veranstaltung einer Diktatur“.
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