Arbeitsmedizin : Im Ballett-Training wirken Kräfte von 50 Tonnen

Bühnentanz ist riskant: Eine Studie zeigt, wo die Verletzungsgefahr besonders hoch ist. Von den Erkenntnissen der Frankfurter Arbeitsmedizinerin Eileen Wanke können nicht nur Tänzer profitieren.
Plié, Tendu, kleine Sprünge, große Sprünge: Die Routinen im klassischen Ballett reichen bis ins 17. Jahrhundert. Tägliches technisches Training ermöglicht erst die abendlichen Höchstleistungen auf der Bühne. Was aber unterscheidet Tänzer von Hochleistungssportlern? Was sind die besonderen Herausforderungen dieses Berufs? Und vor allem: Wo liegen die Risiken für Verletzungen und Verschleiß im täglichen Arbeitspensum? Gerade einmal zehn Prozent des täglichen Trainings eines Bühnentänzers bringen weder ein mittleres noch ein erhöhtes Verletzungsrisiko mit sich. Das ist eines der Ergebnisse, die nun eine Studie der Goethe-Universität zu den körperlichen Belastungen im Tanzberuf erbracht hat. Erstmals ist systematisch erfasst worden, wo die Gefahren besonders hoch sind.


