Flüchtlingsheim Gießen : 905 Einsätze im Jahr

Das zentrale Flüchtlingslager in Gießen entwickelt sich zu einem Schwerpunkt von Kriminalität. Die Polizei fühlt sich alleingelassen.
Es gärt in der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Gießen. Körperverletzung, Drogen, Diebstahl – mehrmals am Tag rücken Einsatzkräfte der zuständigen Polizeistation Gießen-Nord in die Unterkunft aus. Polizisten fühlen sich von der Politik und der eigenen Führung im Stich gelassen, berichten, untermauert mit Fällen aus dem Tagesgeschäft, von einer besorgniserregenden Situation. Das für die Erstaufnahmeeinrichtung zuständige Regierungspräsidium Gießen lässt verlauten, der überwiegende Teil der aktuell gut 1800 Bewohner des Asylbewerberheims an der Rödgener Straße, das eine Kapazität von rund 2000 Personen hat, verhalte sich unauffällig und regelkonform. Die von den Polizisten geschilderten Vorfälle stimmten allerdings „mit dem Geschehenen weitgehend überein“.




