Museum Wiesbaden: Anton Kokl : Fliegendes Weiß

Seit drei Jahrzehnten experimentiert Anton Kokl mit Interferenzfarben, die er „Innere Farben“ nennt. Das Museum Wiesbaden zeigt eine Auswahl seiner Bilder.
Von den schillernden Gefiedern mancher Vögel, vom Perlmutt der Muscheln, von Schmetterlingen und von Käfern kennt man Interferenzfarben. Oder von Seifenblasen, die in unterschiedlichen Farben schimmern. Für die Veränderlichkeit der Interferenzfarben, für ihre Abhängigkeit vom Licht und den Bewegungen des Betrachters interessiert sich der Mainzer Künstler Anton Kokl schon seit vielen Jahren.
Seit drei Jahrzehnten, genau gesagt. Denn seit den Neunzigerjahren werden mit Interferenzpigmenten diese besonderen, schillernden Farben auch künstlich hergestellt, berichtet Kuratorin Valerie Ucke. Und sind also auch für Künstler verfügbar. Anton Kokl habe die Farbpigmente damals für sich entdeckt, die Autolacke, Kosmetika, Kunststoffe und sogar Lebensmittel glamouröser aussehen lassen sollen. „Er hat damit angefangen, das Schimmern und Glitzern für die Kunst nutzbar zu machen“, sagt Ucke. Längst nutzten mittlerweile auch andere Künstler diesen Effekt.
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