Eintracht Frankfurt : Überstunden für den Unverzichtbaren

Stefan Aigner hat bei der Eintracht seinen Stammplatz verloren - aber nicht den Glauben an die eigene Stärke. Mit Trainingsfleiß will der Mittelfeldspieler überzeugen.
Es war eine Zusatzschicht, die er gerne absolvierte. Nach sechs Wochen Vorbereitung hat Stefan Aigner richtig Lust auf Fußball. „Wird Zeit, dass es endlich wieder los geht“, sagte der aus Bayern stammende Blondschopf, als er an diesem Vormittag als Letzter der Eintracht-Mannschaft den Platz verließ. Aigner hatte am Donnerstag eine Gruppe von Bekannten zu Besuch, darunter seine Vermieter inklusive Kind, die ihm an der Frankfurter WM-Arena bei der Arbeit zuschauten. Er bat sie nach dem Training kurz auf den Rasen, posierte für Erinnerungsfotos, setzte zum Torschuss an, jonglierte mit ihnen ein paar Bälle. Es wurde viel gelacht, geflachst - vor allem von dem 25 Jahre alten Fußballprofi, der mit breitem Grinsen über den Rasen schritt. Von Frust keine Spur. Sollte Aigner, der seinen Stammplatz aus der Vorsaison zunächst verloren hat, enttäuscht sein über seine sportliche Lage kurz vor dem Bundesliga-Auftakt, gelingt es ihm, die Unzufriedenheit gut zu kaschieren.




