Eintracht Frankfurt : Hin- und hergerissen

Sebastian Jung macht bei der Nullnummer gegen Polen sein erstes Länderspiel. Doch ob er der Eintracht treu bleibt, will der erste Frankfurter Nationalspieler seit fünfzehn Jahren noch immer nicht preisgeben.
Die Frankfurter Eintracht hat wieder einen Nationalspieler, erstmals nach fünfzehn Jahren. Aber ob die Eintracht sich wirklich darüber freuen kann, dass Sebastian Jung nach Horst Heldt den Klub endlich wieder international vertritt, wird sich allerdings erst in den kommenden Tagen klären. Als der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler nach seinem gut zwanzigminütigen internationalen Einsatz für Deutschland stolz und strahlend in den Katakomben der Hamburger Arena stand, kam Jung an der Frage nach seinem künftigen nationalen Einsatzort natürlich auch nach seiner Beförderung durch Joachim Löw nicht vorbei. „Ich bin hin- und hergerissen“, sagte der im Taunus geborene Profi, der schon als Achtjähriger vom 1. FC Königstein zur Eintracht wechselte – und nun wohl mindestens zwischen Angeboten vom VfL Wolfsburg, Schalke 04 und eben seines Heimatvereins wählen kann. Die Tage in Hamburg, die ihn nun zum Nationalspieler machten, nachdem Jung schon im November 2012 für das Länderspiel in Amsterdam gegen die Niederlande nominiert worden war, aber damals nur neunzig Minuten auf der Bank saß, waren auch eine Ablenkung vor seiner nun bald anstehenden Zukunftsentscheidung. „Ich habe darauf bestanden, dass ich mich hier auf das Länderspiel konzentrieren kann“, sagte Jung nach seinem Einsatz gegen Polen. Darüber seien alle Klubs informiert gewesen.





