Drückerkolonne : Betrug in der Fußgängerzone

Eine Drückerkolonne drängt Passanten mit Lügen Zeitschriftenabonnements auf.
Als er aus dem Bekleidungsgeschäft auf die Zeil tritt, steht sie vor ihm. „Hast du fünf Minuten Zeit?“, fragt die junge Frau mit dem Nasenpiercing. „Ich möchte dir von einem sozialen Projekt erzählen, den Schülerbotendienst.“ Leonard Sörnewitz (Name geändert) bleibt stehen. Es gehe um ein Zeitungsabonnement, fährt die Frau fort, und da will Sörnewitz weg. Doch sie spricht hastig weiter: Das Abo koste nichts, laufe nur für zwei Monate und helfe einem Jugendlichen in Not, der die Zeitschrift jede Woche bei Sörnewitz zu Hause abliefern werde. Ein netter Jugendlicher sei das, allerdings mit psychischen Problemen und deshalb auf der Suche nach einer Aufgabe, um wieder gesund zu werden. Mit dem Abo könne Sörnewitz ihm dabei helfen. Und nochmal: Es koste ja nichts und sei nur für zwei Monate. Sörnewitz unterschreibt.




