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Mobilität : E-Lastwagen vier Jahre lang im Test

  • -Aktualisiert am

Der E-Highway wird auf der insgesamt zehn Kilometer langen Teststrecke zwischen den Anschlussstellen Langen/Mörfelden und Weiterstadt erstmals im öffentlichen Straßenverkehr erprobt. Bild: dpa

Die erste Elektro-Autobahnstrecke für Lastwagen hat ihren Probebetrieb aufgenommen. Auf der A5 zwischen Langen und Weiterstadt werden fünf Speditionen die neue Technik testen.

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          Gestern gegen 10.30Uhr hat auf der Autobahnraststätte Gräfenhausen an der A5 womöglich ein neues Zeitalter der Mobilität begonnen. Zum ersten Mal fuhr dort auf einer regulären Autobahn ein Elektro-Lastwagen, der seinen Strom aus einer Oberleitung bezog. Mit an Bord des Fahrzeugs der Spedition Schanz saß Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, das den Bau von Deutschlands erstem E-Highway mit knapp 15Millionen Euro finanziert hat. Nun stellt es auch noch einen etwa gleich hohen Betrag für den vier Jahre dauernden Praxistest auf der insgesamt zehn Kilometer langen Strecke zur Verfügung.

          Erfüllt der Feldversuch auf den jeweils fünf Kilometer langen Abschnitten beiderseits der A5 zwischen Langen/Mörfelden und Weiterstadt die in ihn gesetzten Erwartungen, könnten weitere Abschnitte mit Oberleitungen für Lastwagen ausgerüstet werden. Am Ende könnte ein E-Highway etwa von Hamburg nach Basel stehen, auf dem wie auf einer Perlenkette ein Schwerlaster nach dem anderen mit elektrischem Antrieb rollen würde, ohne größeren Lärm zu verursachen oder die Umwelt mit Schadstoffen zu belasten. Der nächste Schritt besteht nach Meinung von Michael Kadow, dem Geschäftsführer des House of Logistics and Mobility (Holm) darin, drei oder vier Lastwagen in Kolonne und nur mit einem Fahrer im vorderen Fahrzeug rollen zu lassen. Erste Versuche zum sogenannten Platooning, also dem autonomen Fahren mit Lastwagen, unternähmen die Unternehmern DBSchenker und MAN sowie die Hochschule Fresenius.

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