„Neuer christlicher Zionismus“ : Harry Truman wollte der neue Kyros sein

Die amerikanische Nahostpolitik hat einen heilsgeschichtlichen Horizont. Ein „Neuer christlicher Zionismus“ wirbt jetzt dafür, dass die Solidarität mit Israel auch Kritik erlaubt.
Seit Donald Trumps Wahlsieg genießen die ihn unterstützenden proisraelischen Evangelikalen erhöhte Aufmerksamkeit. Und dies nicht nur in den Medien, sondern auch in der Forschung. Mittlerweile wird das Phänomen des christlichen Zionismus sowohl auf seine historischen Wurzeln in Amerika als auch auf seine noch längere Geschichte in England hin vielfach untersucht. Der amerikanische Politikwissenschaftler Samuel Goldman etwa veröffentlichte im Frühjahr eine Monographie, die das Aufkommen dispensationalistischer Bibelauslegungen – darin sind die christlichen Endzeitvorstellungen eng mit der Erwartung einer Rückkehr der Juden ins Heilige Land verknüpft – in den Anfängen der Kolonialzeit darstellt („God’s Country: Christian Zionism in America“, University of Pennsylvania Press).





