Reform des Medizinstudiums :
Das Tückische an diesem Plan

Von
Joseph Pfeilschifter
,
Helmut Wicht
Lesezeit:
Medizinvorlesung an der Universität Leipzig
Medizinvorlesung an der Universität Leipzigdpa

Medizindidaktiker wollen das Medizinstudium nach ihren ganz eigenen Vorstellungen umkrempeln. Das wird teuer. Und geht an den Notwendigkeiten der Medizin komplett vorbei.

Judas verkaufte den Herrn um dreißig Silberlinge. Einmalzahlung. Eine Expertenkommission beim Wissenschaftsrat bietet den medizinischen Fakultäten 232 Millionen Euro. Jährlich. Auf Dauer. Und noch mal 873 Millionen obendrauf. Über knapp zehn Jahre. Wofür? Für die Umsetzung des „Masterplans 2020“, für eine grundstürzende Reform des Medizinstudiums. Modellstudiengänge in der Medizin gibt es schon etliche. Dass jene aber bessere Ärzte produzieren als die klassischen Studiengänge, ist nicht nur nicht bewiesen, sondern falsch, zumindest, wenn man die Prüfungsergebnisse der Staatsexamina miteinander vergleicht. Andere Vergleichsdaten gibt es nicht.

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