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Erstmals mehr als 100.000 : Ausländische Studenten strömen in Scharen zu uns

  • Aktualisiert am

Immer mehr ausländische Studenten kommen nach Deutschland - letztes Jahr erstmals über 100.000 Bild: ZB

Die meisten wollen Anwälte oder Ingenieure werden, viele kommen aus China und suchen hier ihr Glück: Im vergangenen Jahr schrieben sich mehr ausländische Studierende an deutschen Unis ein als je zuvor.

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          Deutschlands Universitäten und Fachhochschulen sind unter ausländischen Studenten beliebt. Beliebter als je zuvor sogar: Im Studienjahr 2013 haben erstmals mehr als 100.000 Ausländer ein Studium in Deutschland begonnen, teilt nun das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

          Im Sommersemester 2013 und im Wintersemester 2013/2014 schrieben sich 101.000 ausländische Studienanfänger ein und damit 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings: Auch insgesamt stieg die Zahl der Studienanfänger um 2,4 Prozent auf 507.100. Dies war der zweithöchste Wert, der jemals erreicht wurde.

          Beliebtestes nicht-englisches Gastland

          Schon im Sommer vergangenen Jahres hatte der Deutsche Akademische Austauschdienst unter Berufung auf OECD-Daten berichtet, dass Deutschland mittlerweile das drittbeliebteste Gastland für Studierende aus anderen Ländern ist. Lieber gehen die Gaststudenten nur in die Vereinigten Staaten und nach Großbritannien. Kein Wunder: dort wird Englisch gesprochen; die Sprachbarrieren sind klein.

          Als Vorteil Deutschlands wird immer wieder angeführt, dass die Reputation der Universitäten hoch sei - die Kosten eines Studiums hierzulande aufgrund der fehlenden Studiengebühren jedoch gering sind.

          Schon länger gibt es deshalb allerdings auch eine Debatte darüber, ob Studiengebühren nur für ausländische Studierende an deutschen Hochschulen eingeführt werden sollten. Ökonomen warnen davor: Es brauche vielmehr eine Willkommens-Kultur, da Studienabsolventen wichtige Kandidaten für einen dauerhaften Verbleib auf dem deutschen Arbeitsmarkt seien.

          In der Tat konnte das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) kürzlich belegen, dass die Integration hochqualifizierter Kräfte für den Arbeitsmarkt hierzulande am besten über den Weg der Uni klappt: Ausländische Bürger, die hier studiert und ihren Hochschulabschluss erworben haben, gliedern sich besonders gut ein, zeigte eine Studie des IW. Von den Bildungsausländern, die zwischen 2001 und 2010 einen Abschluss gemacht haben, lebten im Jahr 2011 noch 44 Prozent in der Bundesrepublik, deutlich mehr als man zuvor angenommen hatte.

          Von den ausländischen Studienanfänger begannen im vergangenen Jahr die meisten ein Studium in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Am zweithäufigsten entschieden sich die Studenten aus dem Ausland für ein Studium in den Ingenieurwissenschaften. Dahinter folgten die Sprach- und Kulturwissenschaften und danach die Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften. Nur relativ wenige ausländische Studienanfänger entschieden sich für die Studiengänge Kunst und Humanmedizin.

          Nach einer Untersuchung des Bildungsministeriums gemeinsam mit dem Deutschen Studentenwerk (DSW) aus dem Jahr 2012 liegt unter den Herkunftsländern ausländischer Studierender China vorne, gefolgt von Russland, Österreich, Bulgarien, Polen, der Türkei und der Ukraine sowie Indien. Erstmals hat auch Brasilien den Sprung unter die Top 20 geschafft.

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